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Die Dachleiter – maximale Sicherheit bei allen Dacharbeiten

Die meisten Arbeits- und Heimwerkerunfälle mit schwersten Verletzungen, oft sogar mit Todesfolge, passiert bei Stürzen.

Besonders Schornsteinfeger und Bauarbeiter sind besonders gefährdet, aber auch Heimwerker, die eine SAT-Schüssel oder Weihnachtsbeleuchtung montieren wollen.

Abhilfe schafft eine Dachleiter. Denn sie bietet ein sicheres Besteigen der Dachschräge mit oft rutschigen Dachziegeln. Dafür wird eine speziell angefertigte Leiter mit Hilfe eines Firstüberwurfes oder von Dachhaken so befestigt, dass ein gefahrloses Begehen möglich ist. Die Sprossen oder Tritte sind meist mit einem rutschfesten Profil ausgestattet und haben oft eine Führung für das Anseilen zur Personensicherung in großen Höhen.

Dachleitern können fix oder nur bei Bedarf montiert werden. Damit das optische Erscheinungsbild des Hauses nicht gestört wird, sind sie in verschiedenen Farben erhältlich.

Da Dachleitern der Personensicherheit dienen, sollten unbedingt ausschließlich zertifizierte Produkte mit dem dazugehörigen Zubehör verwendet werden!

Einsatzmöglichkeiten einer Dachleiter

„Wann braucht man schon eine Dachleiter?“ werden sich jetzt manche fragen. Nun, gar nicht so selten, wie man vielleicht denkt. Denn immer wieder müssen Arbeiten auf dem Dach erledigt werden. So besteht beispielsweise die Anlagenüberprüfungs- und Kehrpflicht, das heißt, dass der Kaminkehrer je nach Heizungsart  den Schornstein mehr oder weniger oft von oben reinigen muss. Auch Handwerker müssen das Dach bei Ausbesserungsarbeiten besteigen. Kabelfernsehen und ähnliche Leitungen können eventuell über den Häusern verlegt, Wespennester entfernt oder die Fernsehantenne neu fixiert werden müssen.

In all diesen Fällen ist der Hausbesitzer gesetzlich verpflichtet, für eine sichere Arbeitsumgebung für alle, die Arbeiten am Dach erledigen, zu sorgen. Die Sicherheitsvorkehrungen liegen also nicht mehr in der Hand der Betriebe sondern in der jeder einzelnen Privatperson.

Daher sollte jedes Haus mit einem Schrägdach mit gewisser Neigung mit einer Dachleiter ausgestattet sein.

Der Kauf einer Dachleiter – ein heikles Thema

Die Dachleiter ist ein Element, das für die Sicherheit des Arbeiters garantieren und eine gefahrlose Begehung des Daches gewährleisten muss. Daher ist es unumgänglich, dass sie gewissen Normen entspricht und zudem dem Dach und dem Verwendungszweck angepasst ist.

Zertifizierung für garantierte Sicherheit

Wie schon erwähnt, ist die Qualität der Dachleiter das wichtigste Auswahlkriterium. Das GS-Siegel (geprüfte Sicherheit) vom TÜV oder die CE-Kennzeichnung sind Zertifikate, die nach der Überprüfung verliehen werden, wenn das Produkt den strengen Sicherheitsbestimmungen entspricht.

Bei den Dachhaken beweist die DIN EN 517, dass sie aus hochwertigsten Werkstoffen hergestellt wurden.

Das ideale Modell finden

Es gibt eine Vielzahl verschiedenster Modelle und Ausführungen von Dachleitern. Es lohnt sich also, zuerst Informationen über die unterschiedlichen Arten einzuholen und eine Liste von den Anforderungen zu erstellen. Denn jedes Dach und jede Situation ist individuell. Je genauer man weiß, wonach man sucht, desto eher wird man fündig und auch dauerhaft mit der Wahl zufrieden sein.

Die Dachleiter muss zu der Ausführung des Daches passen, also zu dem Material der Ziegel, zur Größe und zum Verwendungszweck. Rutschfeste Stufen bieten extra Sicherheit.

Bei der Planung sollte unbedingt auch die Art der Anbringung, wie auch der Weg zur Dachleiter berücksichtigt werden. Eine Trittleiter kann hilfreich sein, wenn eine Dachluke als Ausstieg verwendet wird. Ansonsten gibt es eine zusätzliche Anlegeleiter mit erhöhter Standfestigkeit um aufs Dach zu gelangen. Manchmal sind diese Aufstiegshilfen auch im Set inbegriffen.

Auch die Dachhaken und ähnliches Zubehör sollte bei der Besorgung nicht vergessen werden, denn es muss unbedingt zum Modell passen und kompatibel sein, damit die Sicherheit gewährleistet ist.

Zusätzlich muss auch das zulässige Gesamtgewicht muss beachtet werden.

Welches Zubehör wird benötigt?

Um später keine bösen Überraschungen zu erleben, sollte man sich vorab informieren, welches Zubehör benötigt wird und was im Lieferumfang enthalten ist.

Denn Dachhaken, Steck- und Verbindungssysteme, Aushebeschutz oder Firstüberwurfbügel müssen zu dem jeweiligen Leitermodell passen und ebenfalls mit Prüfsiegel versehen sein.

Robuste Dachleiter Materialien für maximale dauerhafte Sicherheit

Dachleitern werden aus unterschiedlichen Stoffen hergestellt, um eine große Bandbreite an Produkten anbieten zu können und dadurch dem Käufer ein entsprechendes Modell für die jeweiligen Bedürfnisse anbieten zu können.

Beliebte Dachleiter Materialien sind Holz, Aluminium, Stahl oder Edelstahl oder einer Kombination dieser Werkstoffe.

Stabile Leichtgewichte – Aluminium Dachleitern

Besonders praktisch und anspruchslos sind Aluminium Dachleitern. Darum haben sie sich auch gegen Modelle aus Stahl oder Edelstahl durchgesetzt.

Sie sind besonders leicht und dennoch stabil und robust, daher eignen sie sich sehr gut für den mobilen Einsatz. Aber auch für die dauerhafte Anbringung kann sehr gut auf eine Aluminium Dachleiter zurückgegriffen werden, da dieses Material nicht rostet und nicht unter den gängigen Witterungseinflüssen leidet. Stahlleitern müssen durch eine spezielle Beschichtung geschützt werden, die natürlich mit der Zeit abgenutzt wird.

Dachleitern aus Aluminium haben dazu den Vorteil, dass sie in verschiedenen Standardfarbtönen angeboten werden und dadurch passend zum Dach gekauft werden können. Fix montierte Modelle fallen dadurch weniger auf und es ergibt sich ein harmonischeres Gesamtbild.

Natürlich und nachhaltig – Dachleitern aus Holz

Dachleitern aus Holz sind ebenfalls gut geeignet, wenn sie aus einer zertifizierten Herstellung kommen. Meist werden sie aus Buche, Esche oder Schichtholz hergestellt, das in mehreren Lagen verleimt wurde um die nötige Stabilität zu garantieren.

Um die Holme und Sprossen zusammenzuhalten werden wasserfester Leim und oft auch Schrauben verwendet. Eine witterungsbeständige Lasur oder Kesseldruckimprägnierung sorgen für die Langlebigkeit der Leiter.

Vor allem für den temporären Einsatz sind Holz Dachleitern sehr praktisch.

Dachleitern aus Metall und Holz – eine gute Mischung

Manche Modelle werden auch aus einer Kombination dieser Materialien hergestellt. So können die Eigenschaften jedes einzelnen optimal genutzt werden. Die gängigste Variante ist eine Leiter mit Holmen aus Holz und die Sprossen aus Aluminium.

Perfekte Tarnung – Dachleitern in Farbe

Viele Hausbesitzer schrecken vor fix montierten Dachleitern zurück, weil sie befürchten, dass das Gesamtbild ihres Hauses darunter leiden wird. Eine Holz- oder Aluminiumleiter von zwei bis fünf Metern Länge hebt sich ja doch deutlich von den Ziegeln ab.

Das haben sich die Hersteller zum Anlass genommen, um verschiedene Dachleiter Farben einzuführen. Die meisten Modelle sind in den beliebtesten Ziegeltönen anthrazit, schwarz, rot und ziegelrot erhältlich. Einige Anbieter stellen auf Wunsch sogar Dachleitern in den Farben der RAL Tabelle her.

In den Dachleiter Farben sind natürlich auch die passenden Dachhaken erhältlich, sodass sich auch diese nicht zu sehr abheben. Meist sind sie in Alu, anthrazit, schwarz, rot und ziegelrot erhältlich.

Mit den Dachleiter Farben anthrazit und schwarz ist man bei allen dunklen Dachnuancen gut bedient. Rot und ziegelrot fügen sich perfekt in alle rot-orange Töne ein.

Wenn man nun von untern auf das Dach blickt, werden die Dachleitern auf beinahe allen Dächern so gut wie unsichtbar.

Für jede Situation die optimale Dachleiter Länge

Dachleitern sind in unterschiedlichen Längen erhältlich, um bestmöglich zu den baulichen Gegebenheiten und Verwendungszweck zu passen.

Die gängigsten Längen sind drei, vier und fünf Meter und haben zwischen 7 und 18 Sprossen.

Die Kurze – Dachleiter 3m

Sie ist vor allem geeignet, um von einer Dachausstiegsluke oder einem Dachfenster bis zum Schornstein zu gelangen.

Die Moderate – Dachleiter 4m

Eine Dachleiter soll genau die richtige Länge haben, um sich gefahrlos fortbewegen zu können, aber auch nicht zu lange, um die optische Erscheinung nicht zu beeinträchtigen. Deshalb ist auch diese mittlere Größe sehr beliebt.

Die Lange – Dachleiter 5m

Diese Leitern werden vor allem dann eingesetzt, wenn sie von der Ausstiegsluke bis zum Dachfirst reichen müssen oder um längere Verkehrswege über das Dach bis zum Schornstein oder zur Arbeitsstelle zurücklegen zu können.

Auch wenn verschiedene Dachleiter Längen produziert werden, reichen sie kaum über die gesamte Fläche. In diesem Fall werden einzelne Leitern durch ein Stecksystem oder Verbindungslaschen kombiniert. Dieses Zubehör sollte unbedingt vom selben Hersteller sein, da sie nicht genormt sind und daher variieren. Der Komplex ist aber nur dann sicher, wenn alle Komponenten aufeinander abgestimmt sind und perfekt zusammenpassen.

Die Kombination macht’s – Dachleiter Zubehör

Eine Dachleiter alleine macht noch keinen sicheren Arbeitsweg aus. Sie muss noch montiert und gesichert werden und vielleicht ist eine Leiter alleine zu kurz und wird daher mittels Stecksystem verlängert oder erst durch einen Standrost erreicht.

Hier kommt das Zubehör ins Spiel. Da es ebenfalls zu den Sicherheitsmaßnahmen für die Dachbenutzung gehört, muss es ebenfalls unbedingt zertifiziert werden. Denn auch hier gilt: „Eine Kette ist nur so sicher, wie ihr schwächstes Glied.“

Außerdem muss das Dachleiter Zubehör kompatibel sein. Schon kleine Abweichungen können die Sicherheit gefährden. Daher ist es am besten, Leiter und Equipment von derselben Marke zu kaufen.

Mehr Trittsicherheit durch einen Standrost

Standroste garantieren einen guten Halt auf den rutschigen Dachziegeln eines Schrägdachs und bieten die Möglichkeit für einen stabilen Stand bei der Arbeit.

Kombiniert ergeben sie ein Trittsystem, das den Zugang zur oder von der Leiter oder zu anderen Arbeitsplätzen bildet.

Standroste werden in verschiedenen Ausführungen hergestellt, um zu dem Dach und dem Werkstoff der Ziegel zu passen. Meist bestehen sie aus Aluminium, da dieses Material besonders witterungsbeständig ist. Diese Tritthilfen werden entweder an das Dach geschraubt und dabei an einer Montagelatte befestigt oder in die Dachlatte eingehängt.

Stabile, höhen- und längenverstellbare Ziegelauflagen mit Abstützgummis verteilen den Druck der Leiter auf eine größere Fläche und beschädigen dadurch das Dach nicht.

Für eine ansprechende und ungestörte Optik gibt es auch verschiedene Standrost Farben.

Für einfache Benutzung: Der Firstüberwurf für Dachleitern

Ein Firstüberwurfbügel kann statt fest montierter Dachhaken verwendet werden, um die Dachleiter an Ort und Stelle zu halten. Sie können ohne Werkzeug schnell und einfach an den Sprossen montiert werden und schützt durch den großen Abstand zwischen Leiter und Ziegeln außerdem das Dach.

Meist hat der Firstüberwurf einen breiten Aufleger, der aus Aluminium oder Holz besteht und den Bügel auf der anderen Seite des Firstes fixiert. Er ist so breit, dass der Druck und das Gewicht der Leiter gleichmäßig auf mehrere Ziegel verteilt, sodass auch hier kein Schaden entstehen kann.

Oft sind kleine Räder an den Firstüberwurf montiert, um ihn über das Dach rollen zu können und ihn nicht tragen zu müssen. Bei einigen Modellen können die beiden Einzelbügel zur besseren und platzsparenden Aufbewahrung auch getrennt werden.

Der Firstüberwurfbügel kann mit allen Standarddach- und Anlegeleitern kombiniert werden, egal ob sie aus Holz oder Aluminium bestehen.

Für extra Sicherheit: Aushebesicherung für Dachleitern

Zur Aushebesicherung werden Edelstahl-Befestigungshaken verwendet, um die Leiter am Sicherheitsdachhaken zu fixieren. So kann sich die Leiter nicht seitlich verschieben oder ausgehebelt werden.

Am besten wirkt die Aushebesicherung der Dachleiter, wenn auch an der untersten Sprosse ein Haken verwendet und verschraubt wird.

Wichtige Fragen zum Thema „Dachleiter“

1. Wie befestigt man eine Dachleiter?

Um eine Dachleiter zu befestigen, nutzt man Dachhaken oder eine Firstüberwurf.

Wenn die Leiter nicht bis zum First reicht, sind Dachhaken das Mittel der Wahl. Sie werden dauerhaft an den Sparren befestigt. Je nach Art der Eindeckung werden Standardmodelle oder spezielle Varianten benötigt. Teilweise sind sie im Lieferumfang enthalten, ansonsten müssen sie extra gekauft werden. Pro Leiter müssen mindestens zwei Dachhaken, bei größeren Längen drei oder mehr Stück verwendet werden, um einen guten Halt sicherzustellen.

Damit die Dachhaken das Gesamtbild nicht zu sehr stören, sind sie in verschiedenen, zum Dach passenden Farben erhältlich.

Eine weitere Möglichkeit ist die Fixierung mit einem Firstüberwurf. Die Überwurfbügel werden meist von einem Aufleger auf der anderen Seite des Firsts fixiert. Er verhindert Schäden am Dach, indem er den Druck auf eine größere Fläche gleichmäßig verteilt. Überwurfbügel werden vor allem zur kurzfristigen Anbringung von Dachleitern verwendet und sind in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich.

Wichtig für die Sicherheit ist, dass sowohl Dachhaken als auch ein Firstüberwurf zertifiziert sind und zu dem Leitermodell passen.

2. Ist es Vorschrift eine Dachleiter für den Kaminkehrer zu haben?

Jein. Ob die Pflicht zu einer Dachleiter besteht, hängt von mehreren Faktoren ab: Von der Neigung des Daches, der Höhe, Art und Position des Schornsteins und der Heizung und vom Bundesland. Da einige dieser Faktoren sehr unterschiedlich sein können, ist der Gesetzestext meist sehr allgemein formuliert. Meist heißt es, dass „ die Sicherheit des Schornsteinfegers / der Schornsteinfegerin bei der Ausübung seiner / ihrer Tätigkeit gewährleistet sein“ muss. „Der Hausbesitzer oder ein von ihm beauftragter Vertreter hat die dafür nötigen Maßnahmen zu treffen“. Die Regelungen für Schornsteinfeger bezüglich Arbeitsschutz und Unfallverhütung können unter DIN 18160-5 nachgelesen werden.

Würde ein Arbeitsunfall aufgrund mangelnder Sicherheitsvorkehrungen passieren, ist unter Umständen der Hausbesitzer schuld, mit den dazugehörigen strafrechtlichen Konsequenzen.

Außerdem darf der Schornsteinfeger die Arbeit verweigern, wenn er ein Sicherheitsrisiko eingehen würde. Das ist deshalb problematisch, da sehr wohl eine Anlagenkehr- und Überprüfungspflicht besteht, der der Hausbesitzer nachkommen muss.

Abgesehen vom Kaminkehrer können unter Umständen auch noch andere Menschen auf das Dach steigen müssen. Hier greift dann das Gesetz zur „Sicherheit bei Dacharbeiten“, das besagt: „Jeder Hausbesitzer ist selbst für eine wirksame Gefahren- bzw. Unfallverhütung verantwortlich!“

Im Zweifelsfall kann der eigene Schornsteinfeger Auskunft geben, da er derjenige ist, der die Gegebenheiten am besten kennt. Mit einer Dachleiter für den Kaminkehrer und andere auf dem Dach arbeitende Personen ist man aber auf jeden Fall auf der sicheren Seite.

3. Welche Prüfsiegel/Sicherheitsrichtlinien gibt es für Dachleitern?

Prüfsiegel für Dachleitern sind das wichtigste Qualitätskriterium, da so eine ordnungsgemäße Verarbeitung, hochwertiges Material und die Sicherheit des Modells garantiert sind. Die Richtlinien dieser Zertifikate sind sehr streng und werden genauestens überprüft.

Für Dachleitern gibt es vor allem drei wichtigen Prüfsiegel: Der TÜV verleiht das GS-Siegel, das für geprüfte Sicherheit steht. Außerdem gibt es noch die CE-Kennzeichnung und die DIN – Normen für Arbeitssicherheit. Auch Dachhaken und Firstüberwurfbügel, Stecksysteme und anderes Zubehör können DIN EN 517 zertifiziert sein, wenn sie den Richtlinien entsprechen.

Die wichtigsten Sicherheitsrichtlinien besagen unter anderem, dass die Dachleiter vorschriftsmäßig montiert und benutzbar sein muss. Außerdem ist sie gegen seitliches Verrutschen zu sichern und eine fixe Verbindung mit dem Dach ist unerlässlich. Die Trittflächen sollten auf jeden Fall rutschfest sein und der Abstand zueinander weniger als 30 cm betragen.

Je nach Dachneigung und Traufenhöhe muss an der Dachleiter auch eine Personensicherung anbringbar sein.

4. Kann ich eine Dachleiter selber bauen?

Davon ist in jedem Fall dringend abzuraten. Denn auch der geschickteste Handwerker hat nicht die Methoden und Werkstoffe wie die die spezialisierte Industrie. Auch kleinste Haarrisse, eine unvorteilhaft gewählte Fixierung oder ähnliche Schwachstellen können bei der Belastung zu Unfällen führen. Viele Dachstürze enden mit schweren Verletzungen wie einer Querschnittlähmung oder einem Schädel-Hirn-Trauma und können zum Tod führen.

Eine Dachleiter ist immerhin eine Sicherheitsmaßnahme um Tätigkeiten gefahrlos ausführen zu können. Daher sollte man unbedingt zertifizierte Produkte verwenden, nicht nur bei der Leiter selbst, sondern auch bei der Anbringung und etwaigem Zubehör.

Wer dennoch nicht von dem riskanten Vorhaben abzubringen ist und eine Dachleiter selber bauen will, muss auf jeden Fall damit rechnen, dass die Versicherung des Verunglückten  bei Unfällen nicht greift und der Betrag, sowie ein hohes Schmerzensgeld, vom Hausherren zu bezahlen ist. Außerdem wird höchstwahrscheinlich Anklage wegen fahrlässiger Gefährdung bis hin zur fahrlässigen Körperverletzung unter Umständen mit Todesfolge erhoben werden.

5. Was kann ich tun, damit eine Dachleiter länger hält?

Aluminium Dachleitern sind naturgemäß sehr widerstandsfähig und haben daher eine lange Lebensdauer. Allerdings sollten die Dachhaken wie auch die Leiter regelmäßig überprüft werden. Ist die Leiter fix am Dach montiert, ist dafür unbedingt ein Fachmann zu engagieren, wenn man selbst nicht die geeignete Schutzausrüstung hat. Sicherheit hat hier oberste Priorität.

Holzleitern können in regelmäßigen Abständen mit einer witterungsbeständigen Lasur eingelassen werden. Auch hier sind bei fixen Modellen die Sicherheitsvorkehrungen das Um-und-Auf.

Tragbare Produkte werden am besten vor Witterungseinflüssen geschützt und abgedeckt gelagert. Dennoch sollten auch sie in gewissen Abständen auf etwaige Schäden und Mängel kontrolliert werden.

Vor- und Nachteile einer Dachleiter

+ Sicherheit bei allen Arbeiten –  Kosten
+ Beitrag zur Unfallverhütung –  Montageaufwand
+ Arbeiten am Dach können leichter ausgeführt werden –  Optik
+ Reparaturen können sofort durchgeführt werden, wodurch weniger Schäden entstehen –  Wartungsarbeit
+ man kommt der gesetzlichen Forderung zur Sicherheit am Arbeitsplatz nach

 

Dachleitern – Arbeitserleichterung und Unfallverhütung

Eine Dachleiter gehört eigentlich auf jedes Schrägdach. Nicht nur um der gesetzlichen Verpflichtung zu einem sicheren Arbeitsplatz für Schornsteinfeger oder Handwerker nachzukommen, sondern auch um im Fall der Fälle einen sicheren und einfachen Zugang zum Dach zu haben, den man doch immer wieder benötigt.

Die vielen Variationen an Leitern und Zubehör garantieren, dass jeder verantwortungsbewusste Hausbesitzer das perfekte Set für den individuellen Nutzungszweck und die Bauweise findet.

Wenn alle Sicherheitsnormen und Richtlinien eingehalten wurden und die Modelle mit einem Prüfsiegel zertifiziert sind, sollte einem unfallfreien Arbeiten nichts mehr im Wege stehen.